Schülerportrait Helga und Scally
Mit der ärztlichen Diagnose „Morbus Bechterew“ und der damit verbundenen Gewissheit, dass ich stets etwas für die Beweglichkeit meiner Wirbelsäule und damit für meine Rückenmuskulatur tun musste, lag auf der Hand, dass das Reiten für mich ein ideales Training bleiben sollte. Deshalb entschloss ich mich, nachdem mein mir über viele Jahre ans Herz gewachsenes Reitbeteiligungspferd Kitty, eine westerngerittene Quarterhorsestute, „in Rente“ geschickt wurde, und auch wenn ich inzwischen die 50 überschritten hatte, ein eigenes Pferd zu kaufen. Nach mehreren mehr oder weniger enttäuschenden Proberitten, bei denen ich natürlich u.a. auf weiche Gänge und gute Händelbarkeit achtete, fiel meine Wahl auf eine 11jährige Quarterstute, die bis dahin als Zuchtstute in einem erstklassig geführten Westernstall ihre Jahre verbracht hatte. Scarlett Rey Lena, eine typische elegante Vertreterin ihrer Rasse, wirkte gut erzogen, problemlos reitbar und recht gelassen. Wie sich aber sehr bald herausstellte, verwandelte der Stallwechsel sie in eine nervöse, sehr schnell aufgebracht wirkende und bei sie beängstigenden Situationen starrsinnige Verweigerung zeigende Stute. Natürlich war der Wechsel vom rundum versorgten Zuchtstutendasein mit separatem Stall zur Offenstallhaltung mit
rassegemischter Herde eine enorme Anforderung an ihre Nerven, und ich, als völlig neue Bezugsperson, konnte anfangs recht wenig tun, um ihr wieder Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln. Aus dieser für beide Seiten beunruhigenden Situation heraus, begann ich mich für eine Trainerin, die auf unserem Hof mit einigen Pferden eine mir bis dato weitgehend unbekannte Herangehensweise an Bodenarbeit praktizierte, zu interessieren. Aida, die sich als Parelli-Instruktorin selber in der weiterführenden Ausbildung befand, zeigte bei der Arbeit mit den Pferden eine sensible, vertrauensvoll-spielerische aber durchaus konsequente Umgangsweise und da wusste ich plötzlich, dass dieses Trainingsprogramm genau das war, was mich und mein Pferd zusammenführen konnte. Und so begann unter der Prämisse „ Respekt und Vertrauen zwischen Mensch und Pferd“ meine und Scallys Ausbildung nach den Schritten des Parelli-Programms. Aida, die inzwischen längst Parelli-2*Instruktorin ist, führte uns mit jeder Stunde näher zusammen, zumal sich binnen kürzester Zeit herausstellte, dass sowohl mein Pferd als auch ich sich als freudig lernende und jede Lektion eifrig umsetzende „Schülerinnen“ erwiesen.
rassegemischter Herde eine enorme Anforderung an ihre Nerven, und ich, als völlig neue Bezugsperson, konnte anfangs recht wenig tun, um ihr wieder Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln. Aus dieser für beide Seiten beunruhigenden Situation heraus, begann ich mich für eine Trainerin, die auf unserem Hof mit einigen Pferden eine mir bis dato weitgehend unbekannte Herangehensweise an Bodenarbeit praktizierte, zu interessieren. Aida, die sich als Parelli-Instruktorin selber in der weiterführenden Ausbildung befand, zeigte bei der Arbeit mit den Pferden eine sensible, vertrauensvoll-spielerische aber durchaus konsequente Umgangsweise und da wusste ich plötzlich, dass dieses Trainingsprogramm genau das war, was mich und mein Pferd zusammenführen konnte. Und so begann unter der Prämisse „ Respekt und Vertrauen zwischen Mensch und Pferd“ meine und Scallys Ausbildung nach den Schritten des Parelli-Programms. Aida, die inzwischen längst Parelli-2*Instruktorin ist, führte uns mit jeder Stunde näher zusammen, zumal sich binnen kürzester Zeit herausstellte, dass sowohl mein Pferd als auch ich sich als freudig lernende und jede Lektion eifrig umsetzende „Schülerinnen“ erwiesen.Inzwischen haben wir gemeinsam erfolgreich Level 1 und Level 2 erreicht. Nach 3 Jahren kann ich voller Stolz und Dankbarkeit meinem Pferd und meiner Lehrerin gegenüber sagen: Cally und ich sind ein erstklassig zusammenpassendes Team geworden. Bei der Bodenarbeit, beim Verladen, beim Reiten in der Bahn oder im Gelände, wo selbst große Pfützen ihren Schrecken verloren haben, absolvieren wir jede Situation mit Freude aneinander und Vertrauen zueinander. Ihre mich anfangs so beunruhigende Aufgeregtheit ist einer sich auf meine Hilfen verlassenden, neugierigen und Lernbereitschaft zeigenden Zugewandtheit gewichen. Deshalb noch einmal mein herzlicher Dank an Aida, für deren stetes Engagement, die mir auch heute noch Neues zeigt, Altes trainiert und korrigiert, und uns beiden hoffentlich noch lange mit ihren Fähigkeiten zur Seite stehen wird.

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